Poetry Filmfestival ZEBRA

 

  Poetry Film Festival ZEBRA 27. bis 30 Oktober 2016 

 

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ZEBRA Poetry Film Festival: Gelungener Neustart in Münster
 

  Neben dem aufwändigen Rahmenprogramm zu Niederlande und Flandern zeigte das erste Poetry Film Festival in Münster interessante, neue Impulse. Die Jury gab bei Ihrer Auswahl der Siegerfilme ein Statement für den narrativen Film ab. Nachdem viele Jahre Animationsfilme das Geschehen dominierten, ein wohltuender Neustart in Münster, der für die kommenden Jahren spannende Wettbewerbsprogramme erwarten lässt. 

 

Die Gewinner 2016

Die Festivaljury hat die Preisträger gekürt. In diesem Jahr waren es die Filme- und Festivalmacherin Juliane Fuchs, der belgische Video- und Klangkünstler Marc Neys und die Dichterin Sabine Scho. Die Preise waren mit 12.000 Euro dotiert.

Der „ZEBRA-Preis für den besten Poesiefilm“ im internationalen Wettbewerb, gestiftet vom Haus für Poesie, geht an:


Off the Trail (GB 2015)
Regie: Jacob Cartwright & Nick Jordan
Gedicht: „Endless Streams and Mountains“ von Gary Snyder
Die Begründung der Jury: Für eine prä-apokalyptische Reise eines meisterhaften Lehrers aus einer bestickten Uniform heraus in eine sich zersetzende Welt hinein.

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Siegerfilm ZEBRA 2016

 

Der „Goethe-Filmpreis“, gestiftet vom Goethe-Institut, geht zu gleichen Teilen an:

Goldfish (D 2016)
Regie: Rain Kencana
Gedicht: „Golden Fish“ von Shuntaro Tanikawa
Die Begründung der Jury: Für einen Film, der es versteht, die reine Beschreibung zu transzendieren: „Es ist die perfekte Kombination von (Poesie) (Tanz) (Film) (Musik)...“ und uns stattdessen mit einer Kreation beschenkt, die IST.

Process: Breath (N 2016)
Regie: Line Klungseth Johansen
Gedicht: „Process:Breath“ von Line Klungseth Johansen
Die Begründung der Jury: Für den Film mit der berührendsten Ästhetik, die Liebeskummer wissenschaftlich zu trösten versteht.

Auch der „Preis für den besten Film für Toleranz“, gestiftet vom Auswärtigen Amt, wird geteilt:

Steel and Air (USA 2016)
Regie: Chris & Nick Libbey
Gedicht: „Steel and Air“ von John Ashbery
Die Begründung der Jury: Für den Film, in dem der Lebensmünzautomat dir nicht immer das Andenken gibt, das du wirklich brauchst, aber Bruchstücke verbindet und dir den Wert all deiner Schuld, deiner Trauer, deiner Seligkeit restituiert.

Hail the Bodhisattva of Collected Junk (TWN 2015)
Regie: Ye Mimi
Gedicht: „Hail the Bodhisattva of Collected Junk“ von Ye Mimi
Die Begründung der Jury: Für den schillerndschrottigsten Film, voller Unratswut, wo Buddha mit der Ruderalgesellschaft lacht.

Der „Ritter Sport Filmpreis“ im deutschsprachigen Wettbewerb, gestiftet von der Alfred Ritter GmbH und Co KG, geht an:

Die Angst des Wolfs vor dem Wolf (D 2014)
Regie: Juliane Jaschnow
Gedicht: „Die Angst des Wolfs vor dem Wolf“ von Stefan Petermann
Die Begründung der Jury: Für einen Film, der in den eigenen Begrenzungen gefangen setzt.

Außerdem wurde im NRW-Wettbewerb ein Publikumspreis, gestiftet von der Deutschen Lufthansa AG, vergeben an:

Vögel auf Stromleitungen (D 2014)
Regie: Dean Ruddock
Gedicht: „Vögel auf Stromleitungen“ von Dean Ruddock

Der ZEBRINO Preis für den besten Poesiefilm für Kinder und Jugendliche geht an:

Automne (F 2016)
Regie: Hugo de Faucompret
Gedicht: „Automne“ von Guillaume Apollinaire
Den Siegerfilm hat das junge Publikum bestimmt. Der Preis ist mit 500 Euro dotiert.

 

 http://www.zebrapoetryfilm.org/2016/