/ FESTIVAL 2012 - 2013 /

 

 DAS ART VISUALS &POETRY FESTIVAL 

 

Jahreshöhepunkt ist ein jährlich stattfindendes Festival im Herbst in Wien.  Premiere war am 17. Oktober 2011 im 3raum-Anatomietheater. Die Festivalabende sind der visualisierten Literatur gewidmet. Der Festivalkontext ermöglicht Besonderheiten wie räumliche Konzeptionen bei den Visuals, Möglichkeiten, die in kleinerem Rahmen oder auswärts meist nicht zur Verfügung stehen.Seit 2013 liegt der Fokus auf Film. Das Festival soll alle 2 Jahre alternierend zu ZEBRA Berlin stattfinden und internationale Strahlkraft gewinnen.

Themenschwerpunkt 2013: Poetry Film / Erstes Poetry Filmfestival Österreichs

Themenschwerpunkt 2011: Textentwicklung und Performance starsky 

 
 
>/ starsky arbeitsansatz / starsky zur visuellen poesie / ?
"Die Auseinandersetzung mit Sprache, Schrift, Schriftbild und Wortbildern ist meiner Arbeit immer schon inhärent. Zumeist sind es jedoch eigene Texte wie z.B. in 80 Fragen um die Welt oder verfremdete Phrasen wie z.B. bei der Propagandamaschine oder dem Zufallsindoktrinator, der die aus dem medialen Rauschen dahergeschwappte Phraseologie der Macht in dadaistischer Verzerrung an eben jene Orte der Macht zurückwortet;In diesem Fall geht es um das Zusammenspiel zweier Medien, einer AutorInnenlesung gemeinsam mit einer live Video-Performance, im Hinblick auf die Entstehung von Hybriden: Literaturperformance und Poesiefilm.
Die Herausforderung besteht einerseits in der Schaffung von Synergien und Synästhesien zwischen der Sprach- und der Bildebene, dem Entstehen eines Ganzen, einer Art amalgamen, jedoch flüchtigen Verschmelzung von Sprache und bewegtem Bild; andererseits aber auch darin, jedem Medium den ihm eigenen Raum, die ihm adäquate Sprache zu geben, und in einen Diskurs zwischen den beteiligten Medien als auch Personen zu treten, bei dem weder das eine das andere übersetzt, noch bebildert oder illustriert, noch das illustre Beiwagerl des anderen scheint, das im Trubel der Ereignisse mitgeschunkelt wird. Eine wilde Mischung, changierend zwischen Ab- und Entgrenzung, ein diskursives Zusammenspiel : ein Spiel."
 
vom ursprung des lebens zum prinzip der zerstörung und des todes          Text Hubert Kramar Visual Arts starsky
 
 
 
ein blaues tier sich verneigt: Text Sigrun Höllrigl/ Visual Arts/Performance: starsky
 
 
 
kuss auf den busen: Text Sigrun Höllrigl/ Visual Arts/Performance: starsky
kuss auf den busen
deine zunge drang unter die haut und küsste meinen busen an der innersten stelle unter dem herzen. wie ich mich aufbäume und frage: „wer bist du? dass ich mein innerstes vor dir entblöße und nackt stehe vor dir und ringe um atem und dein interesse. nichts ist dir anzusehen, willst du willst du nicht?, vordringen in mein innerstes. warum küsst du mich überhaupt auf den busen, in mein innerstes?
 
 
4youreye Mission Statement
"Normalerweise beschäftigen wir uns mit der Visualisierung von Musik, egal ob elektronische Sounds oder Klassik. Nun hüllen wir Texte in Bildkleider, fügen dem gesprochenen Wort eine weitere Ebene hinzudas Bewegtbild. Text und Video sollen zu einer Einheit verschmelzen. Der Sprachrhythmus, die „Klangfarbe“ des Vortragenden, Intonation und Duktus, aber auch textlich inhaltliche Themen stellen unsere Orientierungspunkte zur visuellen Umsetzung dar. Gearbeitet wird grundsätzlich live, also in Echtzeit produzierte FX. Intention ist es, Text und Visuals zu einer Einheit werden zu lassen; Worte werden sichtbar gemacht und können so ganz anderes erlebt werden. Es entstehen zeitgebundene Unikate, gespeist aus Computeranimation, Found Footage und eigen produziertem Material. Gefundenes, Erfundenes und Wiedergefundenes dienen als fragmentarische Versatzstücke, aus denen mit Sammelwut und Umdeutungskraft eine Vielfalt geschaffen wird. Geschichte wird als unendliches, babylonisches Archiv der Bilder, Farben, Worte und Zeichen begriffen, um neue offene Räume für die Poesie zu erkunden.Unser Motto „This is 4youreye, this is just a moment in time“ wird in diesem Projekt zur Poesie des Augenblicks welche sich als „magischer Moment“ im Betrachter entfalten soll."